In vielen Unternehmen ist das Bewusstsein für Cyberrisiken in den letzten Jahren stark gestiegen. Dennoch geraten IT-Teams häufig ins Stocken, wenn es darum geht, moderne Sicherheitsarchitekturen wie Security Service Edge (SSE) einzuführen. Die Technologie ist komplex, die Anforderungen sind hoch – und die Transformation betrifft weit mehr als nur neue Tools.

Bei Open Systems begleiten wir Organisationen täglich auf diesem Weg. Aus unserer Erfahrung zeigen sich vier Themenfelder, die über Erfolg oder Frustration entscheiden – und konkrete Ansätze, wie sie sich meistern lassen.

  1. Integration statt Inseldenken

SSE bringt mehrere Schlüsseltechnologien zusammen – von Zero Trust Network Access (ZTNA) über Secure Web Gateway (SWG) und Cloud Access Security Broker (CASB) bis hin zu Firewall-as-a-Service (FWaaS).
Die Herausforderung liegt weniger in einzelnen Komponenten als in ihrer Orchestrierung. Alte Systeme müssen abgelöst, Datenflüsse neu gedacht und Richtlinien vereinheitlicht werden.

Ein global tätiger Industriekunde von Open Systems etwa konnte den Integrationsaufwand um rund ein Drittel reduzieren, nachdem er frühzeitig ein einheitliches Architektur- und Governance-Modell eingeführt hatte. Das zeigt: Wer die Gesamtarchitektur von Beginn an konsistent denkt, legt die Basis für langfristige Skalierbarkeit.

  1. Von Tool-Vielfalt zu Klarheit

Viele Unternehmen setzen noch auf den Best-of-Breed-Ansatz: für jede Funktion die vermeintlich beste Einzellösung. In der Praxis führt das jedoch oft zu inkonsistenten Policies und hohem Betriebsaufwand.
Ein Plattformansatz mit zentralem Policy-Management und einheitlichem Monitoring schafft Transparenz – und ermöglicht ein Sicherheitsniveau, das über Einzellösungen hinausgeht.

  1. Global denken, lokal handeln

Internationale Organisationen stehen vor zusätzlichen Aufgaben: unterschiedliche Infrastrukturen, regulatorische Vorgaben und Performance-Fragen. Latenzen oder regionale Policy-Abweichungen können den Betrieb erschweren.
Eine cloud-native Architektur mit globaler Reichweite und lokalem Feintuning hält Datenschutz, Compliance und Nutzererlebnis im Gleichgewicht.

  1. Der kulturelle Faktor: Wandel gestalten

SSE ist nicht nur Technologie, sondern auch ein Change-Projekt. Neue Authentifizierungsverfahren, Zero Trust und veränderte Rollen bringen Unsicherheit mit sich. Entscheidend ist eine frühzeitige, offene Kommunikation.
Wenn Mitarbeitende verstehen, welchen konkreten Nutzen die Veränderungen bringen – für Sicherheit, Effizienz und Flexibilität – entsteht Akzeptanz statt Widerstand.

Ganzheitlich denken: SASE als logische Weiterentwicklung

Wer SSE nicht isoliert betrachtet, sondern im grösseren Kontext von Secure Access Service Edge (SASE), profitiert doppelt. SASE kombiniert Cloud-basiertes Networking mit moderner Sicherheitsarchitektur und sorgt für durchgängig sicheren Daten- und Benutzerzugriff.

Noch effizienter wird dieser Ansatz als Managed SASE: Unternehmen erhalten alle Netzwerk- und Sicherheitsdienste aus einer Hand – betrieben, überwacht und optimiert von einem erfahrenen Partner. Das reduziert interne Aufwände, erhöht die Agilität und garantiert ein gleichbleibend hohes Sicherheitsniveau.

Fazit

Die Einführung von SSE ist kein Sprint, sondern eine strategische Modernisierung. Sie verlangt technisches Know-how, organisatorisches Fingerspitzengefühl und eine klare Vision.
Mit einem integrierten Ansatz – und einem Partner, der sowohl Sicherheit als auch Netzwerkinfrastruktur versteht – wird diese Herausforderung zum Erfolgsfaktor einer zukunftsfähigen, resilienten digitalen Infrastruktur.