24×7-SASE-Betrieb: Warum eine Always-on-Infrastruktur ein co-managed Modell erfordert
Warum eine Always-On-Infrastruktur ein co-managed Modell braucht
Digitale Transformation bedeutet heute nicht mehr, Technologie einfach auszurollen. Es geht darum, sie zu betreiben – sicher, global und ohne Unterbruch.
Wenn eine SASE-Infrastruktur Produktionsstandorte, Cloud-Umgebungen, Remote Engineers, IoT-Geräte und SaaS-Applikationen über Kontinente hinweg verbindet, werden 24×7-Operations geschäftskritisch. In diesem Kontext ist eine Firewall-Regel nicht nur eine Konfiguration. Eine Routing-Entscheidung ist nicht nur eine technische Anpassung. Eine DNS-Änderung ist nicht nur Wartung.
Es geht um Business Continuity. Der eigentliche Unterschied liegt nicht in der SASE-Plattform selbst, sondern darin, wie sie betrieben wird.
Was 24×7-Operations in einer SASE-Umgebung bedeuten
Secure Access Service Edge vereint Netzwerk und Security in einer Architektur – SD-WAN, Firewall, SWG, CASB, ZTNA, Backbone-Konnektivität und Threat Detection.
Diese Konsolidierung reduziert Fragmentierung. Gleichzeitig steigt die operative Komplexität.
Denn moderne SASE-Umgebungen sind:
- über 180+ Länder verteilt
- von mehreren ISPs abhängig
- mit SaaS- und IaaS-Anbietern vernetzt
- laufenden Security-Policy-Updates unterworfen
- konstantem regulatorischem und sicherheitsrelevantem Druck ausgesetzt
24×7-SASE-Betrieb heisst:
- kontinuierliches Monitoring von Konnektivität und Security-Events
- Echtzeit-Reaktionen auf ISP-Ausfälle und Backbone-Anomalien
- sofortige Analyse bei Performance-Einbussen
- sorgfältige Validierung von Firewall- und Routing-Änderungen
- sichere Einführung von Zero-Trust-Policies
- koordiniertes Lifecycle- und Change-Management
Es geht nicht um Dashboards. Es geht darum, das operative Rückgrat des Unternehmens zu schützen.
Warum globale Organisationen echten 24×7-Support brauchen
Ein Produktionsstandort in Nordamerika verliert unerwartet die primäre ISP-Verbindung.
Der Traffic muss automatisch umgeleitet werden. Lokale Ansprechpartner muessen informiert werden. Der Provider muss eskaliert werden. Nach der Wiederherstellung ist die Service-Qualität zu verifizieren. Gleichzeitig meldet ein Engineering-Team in Asien Zugriffsprobleme auf eine Cloud-Applikation – verursacht durch eine neu aktivierte Security-Policy.
Solche Ereignisse warten nicht auf Bürozeiten. Sie überschneiden sich über Zeitzonen hinweg, betreffen Netzwerk und Security zugleich und erfordern oft koordinierte Eingriffe über Routing, Firewall, ZTNA und Backbone.
Mit zunehmender Cloud-Nutzung, strengeren Compliance-Vorgaben und häufigeren Infrastruktur-Änderungen wird operative Stabilität fragiler. Globale Ausfälle der letzten Jahre haben gezeigt, wie schnell kleine Konfigurationsänderungen systemweite Folgen haben koennen.
Viele interne IT-Teams arbeiten bereits am Limit. Die Folge: längere Reaktionszeiten und steigende Risiken.
Die zentrale Frage ist daher weniger die Technologiewahl – sondern die Qualität der operativen Umsetzung.
Die Open Systems Service Triade – wie co-managed 24×7-SASE funktioniert
Echter 24×7-Betrieb braucht mehr als einen Helpdesk. Er erfordert strukturierte Zusammenarbeit zwischen Kundenseite und Experten.
Hier setzt die integrierte Service-Triade an. Statt Kunden in ein starres Servicemodell zu zwingen, verbindet sie drei Ebenen, die je nach Dringlichkeit, Komplexität und strategischer Relevanz genutzt werden.
-
Das Customer Portal – Transparenz und direkte Kontrolle
Ein CIO analysiert steigende Konnektivitätskosten. Statt Berichte anzufordern, greift er direkt auf Echtzeit- und Verlaufsdaten zur Leitungsnutzung zu, filtert nach Regionen und erkennt ungenutzte Bandbreite.
Ein lokaler IT-Engineer untersucht Performance-Probleme einer Echtzeit-Applikation.
Latenzwerte zeigen Engpässe auf einem ISP-Link. Eine kontrollierte Routing-Anpassung priorisiert den Traffic neu – ohne globale Policies zu gefährden.
Ein Security-Administrator überprüft Firewall-Regeln. Ungenutzte Objekte werden identifiziert, mit Vier-Augen-Prinzip validiert und sicher bereinigt.
Das Portal ersetzt keine Expertise. Es ermöglicht fundiertes, sofortiges und sicheres Handeln – mit klaren Leitplanken.
-
Das 24×7 Operations Center – wenn Expertise entscheidend ist
Nicht jede Situation lässt sich über Self-Service lösen.
Ein ISP-Ausfall betrifft einen kritischen Standort. Wartungsarbeiten eines Carriers gefährden Produktionszeiten. Packet Loss zwischen Backbone-PoP und SaaS-Provider tritt auf. Auffällige Traffic-Muster erscheinen über mehrere Regionen.
Hier macht der direkte Zugang zu erfahrenen Level-3-Ingenieuren den Unterschied. Telemetriedaten zeigen, ob Ursachen beim ISP, Peering, Backbone-Routing oder in Policies liegen. Temporäres Rerouting sichert den Betrieb, während die Root Cause mit dem Provider geklärt wird.
Bei komplexen Firewall- oder ZTNA-Änderungen – etwa beim Onboarding eines neuen DMZ-Services – werden Auswirkungen auf NAT, DHCP, DNS, Routing und Security-Zonen vorab analysiert.
Ein Engineer übernimmt Verantwortung bis zur Lösung. Automation unterstützt Erkennung. Menschliche Expertise steuert Entscheidungen.
So wird Downtime nicht nur schnell, sondern präzise minimiert.
-
Das dedizierte Technical Account Team – vom Betrieb zur Strategie
Operational Excellence endet nicht bei der Incident-Lösung. Unternehmen entwickeln sich weiter:
- Firmenübernahmen
- neue Regionen
- Cloud-Migrationen
- feinere Zero-Trust-Segmentierung
Ein dediziertes Team sorgt für Kontinuität. Neue Regionen werden ganzheitlich integriert – von ISP-Sourcing über Backbone-Kapazität bis zu Security-Policies.
Bei strengeren Compliance-Anforderungen entstehen durchsetzbare Segmentierungsmodelle, die Sicherheit und Effizienz verbinden.
Bei der Integration von Kollaborations- und Service-Management-Tools werden Governance und Workflows abgestimmt, sodass Operations wie eine Erweiterung der internen IT wirken.
Das Ergebnis: weniger Firefighting, mehr strukturelle Resilienz.
Warum Co-Managed-SASE skaliert
Eigenbetrieb bietet Kontrolle – erfordert aber 24×7-Personal, seltene Expertise und kontinuierliche Weiterbildung. Vollständig gemanagte Modelle entlasten, können aber Flexibilität begrenzen.
Co-Managed SASE verbindet beides:
- Standardänderungen selbst umsetzen
- komplexe Incidents sofort eskalieren
- Architekturberatung bei Transformationen erhalten
- Governance durch klare Prozesse sichern
- KI-gestützte Automation mit menschlicher Verantwortung kombinieren
Das Modell passt sich dem Reifegrad der Organisation an.
Warum jetzt Klarheit beim Betriebsmodell nötig ist
Die Komplexität steigt:
- Hybrid-Cloud-Architekturen
- wachsende SaaS-Abhängigkeit
- Zero-Trust-Einführungen
- regulatorischer Druck
- laufende Plattform-Updates
- grössere Angriffsflächen
Jede Änderung birgt Risiko. Viele grosse Ausfälle wurden nicht durch Angriffe verursacht, sondern durch interne Anpassungen:
- DNS-Änderungen
- Routing-Fehlkonfigurationen
- Policy-Konflikte
Mehr Änderungen bedeuten mehr Instabilitätsrisiko. Ohne klares Betriebsmodell entstehen Ad-hoc-Eskalationen und unklare Zuständigkeiten – das skaliert nicht.
Von der Plattform zur Performance
SASE konsolidiert Netzwerk und Security. Ob daraus echter Mehrwert entsteht, entscheidet der 24×7-Betrieb:
- Business Continuity
- planbare Performance
- sicherer Zugriff überall
- schnelle Incident-Loesung
- nachhaltige Transformation
Technologie ist strategisch. Operations sind entscheidend.
Fazit
In einer Cloud-first-, global verteilten und Zero-Trust-geprägten Welt muss Infrastruktur:
- immer verfügbar sein
- laufend validiert werden
- operativ resilient bleiben
Eine integrierte Service Triad aus Transparenz, Expertenreaktion und strategischer Beratung stellt sicher, dass SASE nicht nur implementiert, sondern konsequent betrieben wird.
Und heute gilt mehr denn je: Umsetzung entscheidet.
Lassen Sie die Komplexität
hinter sich
Sie möchten auch von der Open Systems SASE Experience profitieren? Unsere Experten helfen Ihnen gern weiter.
Kontakt
Pierre Morel, Product Marketing Manager